Die Digitalisierung der Baubranche 2021

Von einer krisensicheren Branche zum Nachzügler im Bereich digitale Transformation

Jessy Reichardt - 22.03.2021
Gelber Kran vor blauem Himmel

 

Das White Paper befasst sich mit der grundlegenden Struktur der Baubranche, den Herausforderungen vor denen sie steht und der Frage, wie man in diesem Kontext die Digitalisierung der Baubranche als Chance begreifen kann und muss. Der Bausektor ist geprägt von analogen und manuellen Arbeitsmethoden und belegt in Sachen Digitalisierung in sämtlichen Studien den letzten Platz. Eine Branche, die als verlässliche Stütze der deutschen Wirtschaft gilt, steht vor großen Herausforderungen. Die Digitalisierung der Baubranche scheint dabei eine der Herausforderungen, aber auch der Schlüssel zu mehr Wettbewerbsfähigkeit und letztlich Erfolg zu sein. Wie Bauunternehmen sich dieser Herausforderung stellen und den digitalen Wandel im eigenen Betrieb erfolgreich gestalten können, zeigen wir entlang der folgenden Fragen:

Inhalt

  1. Warum Digitalisierung jetzt umsetzen? Digitalisierung der Baubranche als Herausforderung und Chance zugleich
  2. Wo Digitalisierung umsetzen? – Digitalisierungspotentiale entlang der Wertschöpfungskette
  3. Wie Digitalisierung umsetzen? – 4 Schritte zur Auswahl und Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen

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Warum Digitalisierung jetzt umsetzen? – Digitalisierung der Baubranche als Herausforderung und Chance zugleich

Bestandsaufnahme der Baubranche

Um die Situation und Ausgangslage der Branche zu verstehen, ist es sinnvoll, sich den aktuellen Status der Digitalisierung der Baubranche einmal vor Augen zu führen. 

1. Fragmentiert und kollaborativ: Erschwerte Kommunikation und Verzögerungen

Die Baubranche gilt als äußerst fragmentiert. Allein in Deutschland lag die Anzahl der Bauunternehmen laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2018 in der Baubranche bei fast 390.000. Zum Vergleich: Finanz- und Versicherungsdienstleistungen verzeichneten einen vergleichsweise geringen Wert von nicht einmal 70.000 Einheiten. Während eines Bauauftrages werden einzelne Aufgabenbereiche an die jeweils dafür spezialisierten Nachunternehmer in den unterschiedlichen Gewerken zugeteilt. Durch die starke Spezialisierung von zahlreichen Betrieben ist die Baubranche sehr kollaborativ. Eine große Anzahl an Unternehmen und Betrieben sind an jedem Bauprojekt beteiligt und müssen miteinander kooperieren, kommunizieren und arbeiten. Durch diese Fragmentierung kann es vermehrt zu Intransparenzen, Verzögerungen, einer erschwerte Kommunikation und zu geringerer Arbeitsproduktivität kommen. 

2. Unproduktiv: Negativer Einfluss auf die gesamte Produktivitätsentwicklung

Im Gegensatz zu anderen Sektoren wirkt sich die Baubranche generell dämpfend auf die gesamtwirtschaftliche Produktivitätsentwicklung aus. Die Wachstumsraten sind vergleichsweise niedrig und zeitweise sogar negativ (siehe G1). 

G1: Arbeitsproduktivität je Erwerbstätigenstunde im Vergleich 1991 – 2018

Cosuno Infografik; Quelle: Statistisches Bundesamt 

Eine Studie des Bundesinstitutes für Bau-, Stadt- und Raumforschung 2019 berichtet außerdem, dass aufgrund nicht ausgeschöpfter Arbeitsproduktivität weltweit 1,35 Billion Euro verschwendet werden. Vereinzelte Außerbetriebnahme von Baustellen, häufigere Ausfälle von Fachkräften aus dem Ausland durch Schließungen von Grenzen oder ausbleibende Materiallieferungen sind Folgen der Pandemie und haben die gesamte Situation weiterhin verschärft.   

3. Undigital: Letzter Platz im Bereich Digitalisierung für die Baubranche 

Eine kürzlich veröffentlichte Studie der Deutschen Telekom macht folgenden Zustand deutlich: Bei der Digitalisierung der Baubranche ist noch eine Menge Potential nach oben! Wie schon in den vier Vorjahren, sollten die Unternehmen im Sommer 2020 ihre Digitalisierungsbemühungen und die Transformationsfortschritte auf den folgenden Handlungsfeldern bewerten: 

  • Beziehung zu Kunden 
  • Produktivität im Unternehmen 
  • Digitale Geschäftsmodelle 
  • IT-Sicherheit und Datenschutz

Über 2.000 kleine und mittelständische Unternehmen nahmen an der Studie teil. Banken und Versicherungen nehmen, wie in den Vorjahren, die Spitzenposition ein, es folgt die Informations- und Kommunikationsbranche, die sich den zweiten Platz nun mit der Verkehrs-, Transport- und Logistikbranche teilt. Branchen, in denen sich im Bereich Digitalisierung zuletzt weniger getan hat: der Handel und das Schlusslicht Baugewerbe. 

Die Ergebnisse zur Digitalisierung im Baugewerbe sind im Branchenvergleich sehr unterdurchschnittlich. Die Bauindustrie ist der am wenigsten digitalisierte Sektor und landet in der Studie auf dem letzten Platz. Außerdem steigt der Digitalisierungsindex gegenüber dem Vorjahr in allen Sektoren, außer im Baugewerbe. 

G2: Der Digitalisierungsindex im Branchenvergleich

Angaben nach Indexpunkten

Cosuno Infografik; Quelle: Deutsche Telekom

Die von lokalen Gegebenheiten und weiterhin sehr traditionelle Bauwirtschaft gilt auch 2021 als unproduktiv und undigital. Trotzdem gilt die Branche im Jahr 2020 als Stütze für die gesamte Wirtschaft in Deutschland. 

Die Baubranche im Krisenjahr 2020 und – wie geht es weiter? …..

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