Interview-Reihe: Ausschreibung 4.0 BOLLE System und Modulbau GmbH Teil I

Ausschreibung 4.0 ist eine Reihe von Interviews mit Experten aus der Baubranche zum Thema Einkauf und digitale Transformation.

Jessy Reichardt - 02.03.2021

 

Heute geht es um die BOLLE System und Modulbau GmbH. Im Jahr 1910 gegründet sind die Unternehmen der BOLLE Gruppe nun seit über 50 Jahren der Erstellung, dem Verkauf und der Vermietung von modularen Gebäuden als nachhaltige Alternative zum konventionellen Bau verpflichtet. Mit seinen über 100 Mitarbeitern bietet das münsterländer Familienunternehmen heute hochmoderne Lösungen in Serienfertigung: Schnell, zuverlässig und immer am Puls der Zeit.
Einer der wichtigsten Akteure bei Bolle System- und Modulbau ist Projektmitarbeiter Daniel Fiege.

Im ersten Teil des Interviews reden wir mit ihm über seinen spannenden Lebenslauf, wie BOLLE auf Cosuno aufmerksam wurde und wie die Software im Unternehmen aufgenommen wurde. 

  • Daniel Fiege

    Projektmitarbeiter

Cosuno: Erzählen Sie uns doch kurz etwas über Bolle System- und Modulbau.

Fiege: Ja das mache ich gerne. Wir sind ein mittelständisches inhabergeführtes Unternehmen, unterwegs als Generalunternehmer und sind darauf spezialisiert Gebäude in vorgefertigter Bauweise zu errichten. Derzeit fokussieren wir uns verstärkt auf den Stahl und Holz Modulbau. Mittlerweile sind wir seit gut 20 Jahren in diesem Bereich auf dem Markt. 

Cosuno: Wie haben Sie zu Bolle gefunden oder Bolle zu Ihnen?

Fiege: Ich habe das Handwerk des Bildhauers gelernt. Das habe ich 10 Jahre lang gemacht und bin dann auf Umwegen in einem Call Center gelandet, weil ich norwegisch spreche und wusste, dass diese eine begehrte Call-Center Sprache in Deutschland ist! Der Job an sich war nicht unbedingt erfüllend, sodass ich neue Wege einschlagen wollte. Deshalb habe mich vor drei Jahren bei Bolle als Handwerker beworben. Im Bewerbungsgespräch stellte sich dann aber schnell heraus, dass meine Stärken vielmehr im Vertrieb liegen. Nach zwei Tagen hatte ich die Rückmeldung mit dem Angebot “Ja, wir wollen dich haben, aber nicht als Handwerker, sondern gerne als Unterstützung im Vertrieb. Du kannst dich sehr gut artikulieren, du kannst sehr gut mit Menschen umgehen und genau da sehen wir dein großes Potenzial!” erhalten. Das ist grob umrissen die Geschichte, wie ich zu Bolle gelangte. Jetzt, drei Jahre später, bin ich im Projektmanagement und der Projektentwicklung tätig. 

Cosuno: Wie kam Ihr Unternehmen überhaupt dazu sich nach einer Bausoftware umzuschauen und wie sind Sie genau auf uns aufmerksam geworden?  Bei der schier unendlichen Landschaft an Bausoftware gibt es ja unendlich viele Möglichkeiten …

Fiege: Meine erste Aufgabe im Vertrieb war es, unser Unternehmen bei der öffentlichen Hand, die wir im Wesentlichen bedienen, bekannt zu machen, was sehr gut funktioniert hat. Wir haben eine Menge Rückfragen und Angebote bekommen, die wir gar nicht mehr abarbeiten konnten. Mein Schwerpunkt wurde dann von Vertrieb zu Kalkulation geändert und dadurch, dass es mehr Angebote gab, gab es natürlich auch mehr Aufträge. Da ich gerne neue Aufgabenbereiche kennenlerne, habe ich vorgeschlagen die Bauleiter im Bezug auf Nachunternehmer-Anfragen zu unterstützen. Hier wurde in der Tat nur mit Word-Dokument und Excel-Liste gearbeitet, was schlechthin sehr umständlich war. Und wie ich auf Cosuno aufmerksam geworden bin? Eines Tages bekam ich einen Anruf von eurem Vertriebsleiter Herrn Kastrati, welcher im Prinzip mit dem, was er mir präsentiert hat, den Nagel auf den Kopf getroffen hat. Die mir vorgestellte Software war genau das, was ich zwar nicht aktiv gesucht, aber dann bei Cosuno gefunden habe. Ich habe sie ausprobiert und bereits nach einem Tag Nutzung stellte sich heraus, wie effizient und einfach sie ist! Ich war und bin immer noch begeistert. So kam Cosuno zum ersten Mal zur Anwendung in unserem Unternehmen. 

Ausschreibung und Vergabe digitalisieren

Cosuno: Wie viel musste bei Ihnen im Unternehmen intern umgestellt werden bevor Sie unsere Software nutzen konnten? Was waren konkret die Schritte, die gemacht werden mussten bis Sie Cosuno in Ihrem Unternehmen einsetzen konnten? 

Fiege: Es musste überhaupt nichts umgestellt werden! Ich habe eine Einladung mit dem Link zur Software von Herrn Kastrati bekommen und mich registriert. Es war ein einziger Schritt und dann konnte ich schon loslegen. Der Einstieg war demnach einfach und unproblematisch. Ich wünschte das wäre überall so!

Cosuno: Und wie wurde das von Ihren Kollegen aufgenommen? Gab es auch Zweifel und wenn ja welche waren das?

Fiege: Zweifel gab es keine. Ich hatte mir aber zuerst vorbehalten, für die ersten vier Wochen alleine mit der Software zu arbeiten, um die Funktionen besser kennenzulernen und für mich selber nochmal genauer zu verstehen, wie wir die Software optimal nutzen und einsetzen können, bevor ich sie meinen Kollegen vorgestellt habe. Eine Kollegin von mir im Einkauf sagte mir sofort, nachdem ich ihr die Software vorgeführt habe: “Daniel, das ist ein Geschenk des Himmels! Ich muss mich nicht mehr durch die unendliche Flut von E-Mails und PDFs wühlen. Ich habe alles schön an einer Stelle liegen. Viel besser geht es nicht! Sonst muss ich immer beim Kollegen anfragen, was mir fehlte und jetzt kann ich einfach meine Arbeit machen!” Die Meinung meiner Kollegin war für mich so wertvoll und wichtig, weil ich eben im Bereich des Nachunternehmer-Managements noch recht neu war. Es gab natürlich auch einige Kollegen, aber ich denke das ist altersbedingt, die sich auf die neue digitale Bearbeitung erst einstellen mussten. Aber auch das hat nach wenigen Tagen Einarbeitung sehr gut geklappt. Bei den jüngeren Kollegen kam die Software hingegen sehr gut an und sie wussten sofort, wie sie mit der Software agieren müssen, um ans Ziel zu kommen. Nach diesem positiven Feedback habe ich mich an die Geschäftsführung gewandt mit folgender Bitte:“Die Software von Cosuno würde ich gerne haben!”, was dann auch wunderbar funktioniert hat.

Cosuno: Ihre Geschäftsführung war sofort überzeugt, nachdem Sie meinten, dass Sie unsere Software gerne kaufen möchten? 

Fiege: Nein, sie waren natürlich erstmal skeptisch. Es stellten sich Fragen wie:”Das ist eine Investition, welchen Vorteil haben wir dadurch, kriegen wir das nicht auch anders dargestellt, mit dem was wir bereits haben?” Das habe ich natürlich erwartet und diesbezüglich eine kurze Präsentation vorbereitet. Ich habe drei Geschäftsführer, die ich überzeugen musste, auch wenn es nur eine kleine Investitionssumme im Verhältnis zu dem ist, was wir sonst im Unternehmen ausgeben. Aber nach der kurzen Präsentation waren meine Geschäftsführer ebenfalls überzeugt und ich erhielt eine positive Rückmeldung hinsichtlich meiner Anfrage. 

 

Im zweiten Teil des Interviews können Sie lesen, wie BOLLE die Cosuno Software für sich nutzt und welche Einstellung Daniel Fiege zum Thema Digitalisierung vertritt.

Nachunternehmer-Management digitalisieren